11. Comto Grassi di Barsellowna:

Volkes Stimme:

-„Die Grassis hielten sich schon immer fuer was Besseres. Jetzt haben sie sich mit den Schwarztemplern aus Aturien zusammengetan und niemand ist mehr vor ihnen sicher. Ach, waere doch alles beim Alten geblieben. Ohne die auslaendischen Besatzer, Aturien und die Company haette es auch keinen Aerger mit den Grassis gegeben und verbessert hat sich fuer das Volk eh nix.“ (Ein Arbeiter von den Erdbeerfelder in Pomario)

-„Jetzt ist dieser ketzerische Eingottglaeubige endlich weg! Und man sieht was es bringt, die Vielfalt der Welt mit nur einem Gott erklaeren zu wollen. Man verbuendet sich mit Schwarzmagiern. Alles das gleiche wie bei diesen nekromantischen Kreuzglaeubigen, behaupten der Welt das Heil zu bringen und verehren einen wiederbelebten Gott, pah!“  (Eine Lystranovizin aus Barsellowna)

Wappen:

-Goldener Adler auf Schwarz

Bedeutende Angehoerige:

-Alberto Bernardo Comto Grassi: Familienoberhaupt und ehemaliger Baron und Stadtmeister von Barsellowna

-Manfredi Metteo Grassi: ehemaliger ceridischer Bischof  von Barsellowna

-Camilla Anna Comtessa Grassi: Gemahlin des ehemaligen Barons

-Antonio Orlando Grassi: Aeltester Sohn und Nachfolger des ehemaligen Barons

Familiengeschichte:

-241 vor Mithal verleiht der Fuerst von Sued-Dysterthor seinem treuen Ritter Manfredo Alfonso Grassi die Baronie Barsellowna an der Nordostkueste seines Landes.

-Die Dorf Barsellowna wird schnell zu einem bedeutenden Umschlagsplatz fuer Waren aus dem Ausland.

-Das Ceridentum, eine monotheistische Religion aus dem Nachbarland Dracconia verbreitet sich zunehmend im Sued-Dysterthor. Nachdem erst einmal der Fuerst und weitere hohe Adelige wie die Grassis bekehrt wurden, ist die Religion nicht mehr aufzuhalten.

-146 vor Mithal wird auch in Barsellowna eine Kirche errichtet.

-Im Jahre 98 vor Mithal ist das Staedtchen Barsellowna bereits auf ueber fuenftausend Einwohner angewachsen. Das Fischerdorf Piscatoria und der Huegel der Quercus sind mit Barsellowna zusammengewachsen.

Im grossen Saal der Eichenburg, dem damals groessten Festsaal der Stadt findet eine Zusammenkunft aller Familien- und Gildenoberhaeupter statt. Es wird beschlossen eine grosszuegige Mauer um die Stadt zu bauen.

Der Stadtteil Alt-Barsellowna wird der Familie De Rabon, „Eichingen“ den Quercus, Rabenberg den Rabanus und Goldenberg der Familie des schon sehr alten Barons und Stadtherren Tomasso Adamo Comto Grassi di Barsellowna zur Verwaltung uebergeben. Nur Piscatoria bleibt in der Hand eines von den Oberhaeuptern der Fischerfamilien gewaehlten Sindaco (Buergermeisters). Der grosse Stadtrat aus Vertretern aller Gilden und der kleine Stadtrat aus den Stadtteilmeistern wird zur Beratung des Comto Grassi gebindet.

-Maria Johanna Vetinarius Enkelin der ersten Vetinarius´ in Dysterthor heiratet 88 vor Mithal den dritten Baron und Stadtherr von Barsellowna Armando Laconda Comto Grassi und errichtet dort einen Ré-Tempel, dessen erste Priesterin sie wird.

-Unter dem Sohn der Beiden Armando Laconda II. wird der Palazzo Grassi auf dem Goldenberg errichtet.

-Kurz darauf im Jahre 65 vor Mithal verleiht der Baron seiner Schwester Maria Falca Bastete Grassi-Vetinario den Stadtteil Goldenberg als Lehen. Damit wird die Familie Vetinario Mitglied im Stadtrat.

-48 vor Mithal wird der grosse Stadtrat der Vertreter des Volkes auf Anraten der Vetinarios vom Baron aufgeloest.

-Im Laufe der naechsten 100 Jahre waechst Barsellowna zur heutigen Groesse und Macht heran. Die Famiglie nobili bekommen ihre Stadtteile, teilen alle Einflussbereiche des Landes unter sich auf, bauen ihre Macht aus und etablieren ihre Religionen und Ansichten auch in der breiten Bevoelkerung. Die Familie Grassi konzentriert sich auf ihre Position als Vertraute des Fuersten und reiner Lehensadel mit bedeutender militaerischer Staerke. Nach und nach geraet sie dadurch aber wirtschaftlich, religioes und auch politisch immer mehr ins Hintertreffen.

Der Einfluss des Ceridentums ist im Gebiet des heutigen Phoenixthors fast vollstaendig verschwunden. Nur die Familie Grassi bekennt sich noch dazu. Selbst die meisten ihrer Gefolgsleute, Gardisten und Matrosen verehren eher den Meeresgott Hortos.

-Als sich die Lage zwischen ihrem eng befreundeten Handelspartner Aturien und dem Fuersten von Duesterthor immer mehr zuspitzt, gruendet die Familie del Piedro 74 nach Mithal die „Ewige Garde“ als Schutztruppe der Wuerdentraeger und der Interessen der Familie. Damit sind die Grassis 75 nach Mithal auch militaerisch von den Del Piedros ueberholt worden.

-Ende 77 nach Mithal werden erste Ueberfaelle sued-dysterthorer Verbaende auf aturianisches Gebiet bekannt. Vor allem die Del Piedros verurteilen offen die Vorgehensweise des Fuersten.

-Im Herbst 78 n.M. wird der Vertrag ueber den Verkauf der Baronien Barsellowna und Cyana zwischen Aturien und der Phoenix-Company und kurze Zeit spaeter auch mit den Patrizierfamilien im Gebiet des heutigen Phoenixthors unter Vorsitz der Del Piedros unterschrieben. Nur Alberto Bernardo Comto Grassi weigert sich.

-Die Familie del Piedro beteiligt sich aktiv an der Machtuebernahme der Phoenix-Company 78 nach Mithal. Die Grassis muessen sich mit ihrer Garde ins Landesinnere zu den Truppen des Fuersten und auf ihre Schiffe zurueckziehen. Alle ihre Besitzungen werden enteignet. Baron Enrico Falco Rémeréo del Piedro wird dafuer zum Reichsbaron ernannt. Dem Paradiesvogel wird in Personalunion das Stadtherrenamt von Barsellowna zugeordnet und Huego Yantro del Piedro wird zum Hauptmann der neu gegruendeten Phoenixgarde bestimmt.

Die Baronie Barsellowna wird von der Stadt getrennt, in „Krondomaene Montero“ umbenannt und Arem Alaster, einem Vertrauten von Lord Rafael, uebergeben.

-Die Grassis halten sich seither im Ausland oder in verschiedenen „Rebellennestern“ im aturianischen Protectorat Thorlande auf.

Auftreten:

-frueher sehr hochherrschaftlich, aristokratisch, nach der Verbannung und dem Verlust aller Titel und Laendereien agressiv und voellig strupellos

Beziehungen:

-ansehnlich

Domaenen:

-Ehemals Baronie und Stadt Barsellowna, derzeit ohne irgendwelche Laendereien im duesterthorer Exil

Flotte:

-5 Schiffe: 1 Schivone (Flaggschiff „Stolz von Barsellowna“), 2 Triremen (Goldener Adler, Schwarze Klaue), 2 Karacken (Gueldenschwert, Comto Grassi) in dem von Aturien belagerten duesterthorer Hafen Wolfsthor oder im Ausland

Truppen:

-200 Gardisten und Seegardisten der Adlergarde auf den Schiffen

Vermoegen:

-mitlerweile nur noch hinlaenglich.

Strategie:

-Als einzige adelige Familie des heutigen Phoenixthors lebten die Grassis ausschliesslich von den Einnahmen ihrer Laendereien. Sie betrieben keinen Handel oder Manufacturen, sondern waren reine Lehensadelige. Sie setzten sehr auf militaerische Praesens und die Adlergarde war auch die groesste Militaermacht in Barsellowna.

Nach der Machtuebernahme der Phoenix-Company und der Verbannung der Grassis hat die Familie keine Einkuenfte mehr. Die Schiffe liegen im von Aturien belagerten Wolfsthor oder im Ausland, die Garde kann nicht mehr regelmaessig bezahlt werden.

Deshalb kaempft die Familie mit allen Mitteln gegen die Phoenix-Company, das Koenigreich Aturien und deren Verbuendete. Hierbei schreckt sie auch vor schwarzer Magie nicht zurueck. Die Grassis haben sich zusammen mit ihrem Lehensherren, dem ehemaligen Fuersten von Sued-Dysterthor, mit den Schwarztemplern, einer gefuerchteten Sekte aus Aturien, verbuendet. 

Typische Intrige:

-Der daemonische Angriff auf Graf Varik waehrend des Festes auf Schloss Variksburg im Maerz 80 nach Mithal.

-Die Versenkung der Faehre „Estopia“ auf dem Rueckweg von Al´Calas waehrend der Einweihung der Facultas fuer Verhaltensforschung der Rabanus Universitaet im Dezember 80 nach Mithal. Dabei wurde die Besatzung getoetet. Es wurde versucht die Schuld auf die Familie da Ponte zu schieben, um einen Konflikt zwischen ihnen und der Familie Rabanus herbei zu fuehren.

-Ausserdem kann mitlerweile als sicher gelten, dass die Grassis einen Spion in der Rabanus Universitaet haben. Enttarnt werden konnte dieser jedoch bisher nicht!

Zitat:

-« Die Baronie und Stadt Barsellowna gehoert uns! Und wir werden sie uns mit allen Mitteln zurueckholen ! » (Der Comto Grassi in einem Brief an den Consiglio delle Famiglie nobili)