8. Querco:

Volkes Stimme:

-„Eigentlich sind die Quercos gar nicht richtig adelig, oder? Ich meine, die Quercos haben keine Schloesser, Garden oder eine Flotte, sondern nur ein paar Tavernen und Schenken. Außerdem sind alle Hobbits in Phoenixthor Familienmitglieder. Die sind meiner Meinung nach nur im Rat, weil sie ihre Rasse vertreten." (ein Haendler aus Barsellowna)

-„Die Familie Querco ist sehr ungwoehnlich. Sie beteiligt sich fast nie an der Politik und den Intrigen des Adels, hat weder Gardisten noch viele Untertanen. Aber trotzdem werden die Hobbits, von denen alle Familienmitglieder sind, vom Adel respektiert und geachtet. Niemand wuerde etwas gegen die Quercos sagen oder gar unternehmen.“ (ein Schreiber aus Goldenberg, der ungenannt bleiben moechte)

Wappen:

-Goldener Eichelhaeher auf Gruen.

Bedeutende Angehoerige:

Der maennliche erster Vorname ist im Allgemeinen zweisilbig, der zweite dreisilbig oder viersilbig, oft aus Verniedlichung zweisilbiger Namen gebildet. Beide enden auf  –o. Weibliche Vornamen sind zwei bis viersilbig, fast immer Pflanzennamen und enden auf –a.

Maennl.: Ponto, Largo, Togo, Balbo, Bungo, Lango, Bodo, Bingo, Polo, Fasco, Milo, Aro, Fuco,

Weibl.: Belba, Viola, Linda, Chica, Posca, Prisca, Myrte, Salvia, Melio, Petunia, Linnaea, Betula, Alliaria, Dentaria, Lunaria, Viola, Pimpinella, Stellaria, Primula, Veronica, Galia, Lilia, Luzula, Myrica, Calluna, Erica,  Mentha,  Valeriana, Ulva, Passiflora, Calluna, Calendula

-Pruno Vaccinio Querco: Familienoberhaupt, Signore di Collipago

-Tito Amadeo Querco: Maestro da Societa Tavernae (Verein der Koeche und Gastwirte), Capo della Cucina di Phoenixthor (Mundschenk), Mitglied im Consiglio delle Famiglie nobili (Rat der hohen Familien) fuer die Familie Querco

-Camellia Junipera Querco: „Muetterchen“ des Termatempels zu Collipago

-Tilia Sambuca Querco: Buergermeisterin von Collipago

-Minto Origano Querco: Stadtmeister von Eichingen

-Porto Senecio Querco: „Vaeterchen“ des Termatempels zu Eichingen

-Urtica Mirabella Querco: Verwalterin der „Ristoranti del dado mondiale“ (Schenken des Weltenwuerfels) 

-Rosa Lonicera Querco: Verwalter der Keltereien, Brauereien, Brennereien, Baeckereien, Schlachtereien, Bauernhoefe und Obstplantagen der Familie Querco

-Laura Belladonna Querco: Leiterin des Nobelrestaurant „Eichenburg“, der groessten und teuersten Taverne Phoenixthors

-Corno Largolito Querco: Commandante der Stadtbuettel von Eichingen

-Hedera Atropa Querco: Leiter der Alchimistischen Fakultaet der Rabanus Universitaet

-Sancho Solidago Querco: Capitano der „Eichenstolz“

Familiengeschichte:

-Ca. 300 vor Mithal wandert eine Gruppe von Hobbits aus unbekannten Gruenden vermutlich aus der Baronie Eich des Herzogtums Franconia in Beilstein nach Sueden aus.

-Etliche Wirren halten die Reisenden lange auf. 253 vor Mithal werden sie erstmals urkundlich erwaehnt:

„...tauchten kleine, dicke Menschen in den Waeldern westlich von Barsellowna auf. Die Verstaendigung fiel sehr schwer und auf wiederholtes Nachfragen, wer sie den seien, deuteten sie immer wieder auf die alten Steineichen, so dass wir sie Quercus nannten.“ (Uebersetzung aus dem Latinischen Originaldokument, Rabanus Bibliothek)

-Die Quercus siedelten sich in den Huegeln westlich der Stadt an, und da man keine Hobbits in Sued-Dysterthor kannte, setzte sich der Name Quercus fuer die kleinen „Menschen“ durch.

-249 vor Mithal wurde die Taverne „Zur gruenen Eiche“ auf einem Huegel am Stadtrand von Barsellowna an der Stelle des heutigen Eichingen eroeffnet.

-Begruendet durch die herausragende Qualitaet der Speisen wird die „Gruene Eiche“ bald zu einer regelrechten Attraktion im noch kleinen Barsellowna. Leider verirren sich des oefteren auch Mannschaften eher zwielichtiger Schiffe in die „Gruene Eiche“. Nach mehrmaligen Randalen, bei denen angeblich auch Hobbits zu Tode kamen wird die Taverne befestigt. Trotz allem scheint sich aber fuer die Hobbits die Wanderung nach Sueden als vorteilhaft zu erweisen. Die Taverne wird weiter ausgebaut und im Jahre 180 vor Mithal endgueltig in „Eichenburg“ umbenannt, da sie von den Einheimischen schon lange „Castello della Quercia“ genannt wurde.

-Rund um die Eichenburg herum werden immer mehr Tavernen und Schenken errichtet. Die Angestellten der Gastronomiebetriebe bauen ihre Haeuser ebenfalls auf den Huegel und 170 vor Mithal wird der Termatempel errichtet.

-Was derweilen im seit 200 vor Mithal mit der Eichenburg durch eine Eichenallee verbundenen Huegeldoerftchen geschehen ist, weiss niemand, da es keine Aufzeichnungen darueber gibt. Als sicher kann gelten, dass der dortige Termatempel aelter als derjenige in Barsellowna ist.

-Als 166 vor Mithal der Fuerst von Sued-Dysterthor in Barsellowna weilt, besucht er auch die beruehmte Eichenburg. Er geraet der Legende nach schnell in ein Gespraech mit dem Wirt Bungo. Dabei stellte sich heraus, dass das Doerfchen der Hobbits seit sechs Jahren zum Lehensgebiet von Lucan Huego del Piedro, den neuen Baron von Cyana, gehoert. Von der Bestuerzung des Herrn Bungo und dessen hervorragenden Essen so geruehrt habe der Fuerst kurzerhand die „Familie Quercus“ in den Adelsstand erhoben und ihnen das Umland ihres Doerfchens als Signorie verliehen. Soweit die Legende. Sicher ist jedoch, dass seit dieser Zeit der Name „Quercus“ als Familienname von allen Hobbits gebraucht wird und das Dorf der Hobbits als „Collipago“, Huegeldorf eben, bekannt ist.  

-Im Jahre 98 vor Mithal ist das Staedtchen Barsellowna bereits auf ueber fuenftausend Einwohner angewachsen. Das Fischerdorf Piscatoria und der Huegel der Quercus sind mit Barsellowna zusammengewachsen.

Im grossen Saal der Eichenburg, dem derzeit groessten Festsaal der Stadt findet eine Zusammenkunft aller Familien- und Gildenoberhaeupter statt. Es wird beschlossen eine grosszuegige Mauer um die Stadt zu bauen.

Der Stadtteil Alt-Barsellowna wird der Familie De Rabon, „Eichingen“ den Quercus, Rabenberg den Rabanus und Goldenberg der Familie des Barons und Stadtmeisters Comto Grassi di Barsellowna zur Verwaltung uebergeben. Nur Piscatoria bleibt in der Hand eines von den Oberhaeuptern der Fischerfamilien gewaehlten Sindaco (Buergermeisters). Der grosse Stadtrat aus Vertretern aller Gilden und der kleine Stadtrat aus den Stadtteilmeistern wird zur Beratung des Comto Grassi gebindet.

-Als 74 und 70 vor Mithal die Tempel der Lystra und des Avero in Barsellowna errichtet werden, bauen die Quercus die beiden Goetter begeistert in ihr Panteon als Tochter, bzw. Enkel der Terma ein.

-50 vor Mithal uebernehmen die Quercus die Praxis der mitlerweile den Stadtteil Goldenberg regierenden Vetinarios und aendern ihren Namen in „Querco“ um.

-Rubina Donnamira Querco, 80 vor Mithal als kleines Maedchen im Hafen von Barsellowna von Sklavenhaendlern entfuehrt, kehrt 34 vor Mithal nach einem ereignisreichen Leben endlich nach Hause zurueck. Auf ihren Abenteuerfahrten hat sie unzaehlige Laender und Kulturen kennengelernt und ein betraechtliches Vermoegen angesammelt. Damit beginnt sie nun die „Ristoranti del dado mondiale“ (Schenken des Weltenwuerfels) zu errichten. Um einen grossen, runden Platz in Eichingen, die „Piazza del mondo“, errichtet sie verschiedene Tavernen. Ihr Ziel ist es, aus jeder Gegend der Welt ein Restaurant mit den landestypischen Speisen zu haben. Ihre Nachkommen arbeiten auch heute noch fleissig an der Verwirklichung dieses Zieles. Zur Zeit stehen dort Spezialitaetenrestaurants aus ueber vierzig verschiedenen Reichen und Gegenden.

-Falco Buteo Querco, der Verwalter der „Ristoranti del dado mondiale“, Allia Berylla Querco, die Leiterin der Eichenburg, Malva Euphorbia Querco, die Verwalterin der landwirtschftlichen Betriebe der Quercos, Francesco Lystramo de Baccho, der Leiter der Keltereien der De Bacchos und einige buergerliche Vertreter der Schenken und Tavernen Barsellowna gruenden 2 vor Mithal die Societa Tavernae (Verein der Koeche und Gastwirte) mit der vorsitzenden Allia Berylla Querco. Das Amt ist seitdem in der Familie erblich.   

-Als der Stadtrat von Barsellowna (der grosse Rat des Volkes wurde bereits 48 vor Mithal auf Anraten der

Vetinarios abgeschafft) im Sommer 78 nach Mithal zusammentritt, um ueber das Angebot der Phoenix-Company Barsellowna zu kaufen, zu beraten, stimmen die Querco dafuer, da sie von der immer aggressiveren Politik des Fuersten von Sued-Dysterthor und auch des Comto Grassi nicht begeistert sind.

-Tito Amadeo Querco wird daraufhin Leibkoch von Lord Rafael und 81 nach Mithal zum Capo della Cucina di Phoenixthor (Mundschenk) ernannt.

Auftreten:

-Fast alle Quercos haben einen starken Dialekt, den sie irgendwo auf ihrer Wanderung nach Phoenixthor uebernommen haben. Alle sind sehr Terma-, aber oft auch Lystra- und Averoglaeubig. Sie zeichnen sich selten durch besondere Arroganz oder uebermaessig vornehme Kleidung aus, sondern vielmehr durch eine oft ansteckende Gemuetlichkeit und Gastfreundlichkeit. Trotzdem oder gerade deshalb findet man die zahlreichen Familienmitglieder haeufig auf hoefischen Baellen und Empfaengen, wo sie gerne einer Runde angeregt ueber kulinarische Spezialitaeten ferner Laender diskutierende Bonvivats um sich herum versammeln.

Beziehungen:

-ansehnlich

Domaenen:

-Collipago, Eichingen, Gastronomie

Flotte:

-1 Potte „Eichenstolz“

Truppen:

-10 Buettel (je 5 in Collipago und Eichingen)

Vermoegen:

-gross

Strategie:

-Die Chefkoeche aller Famiglie nobili sind Quercos. Alle qualitativ halbwegs hochwertigen Schenken und Tavernen Phoenixthors werden mitlerweile von Mitgliedern der Familie gefuehrt oder gehoeren der Familie. Ausserdem hat die Familie Querco ueber die Termakirche einen erheblichen Einfluss auf die einfache Landbevoelkerung Phoenixthors. Waehrend viele andere Famiglie nobili ihre Arbeiter fast schon wie Sklaven behandeln, packen die Querco gerne selbst aktiv mit an und haben deshalb oft ein bemerkenswert gutes Verhaeltnis zu ihren menschlichen Knechten, Schankmaiden und Kuechenhilfen.

Typische Intrige.

-Bestechung ist sicher das liebste Machtmittel der Quercos. Sie bestechen durch hervorragende Kochkuenste, ausserordentliche Gastfreundschaft, formidable Liquoere und unuebertroffene Gemuetlichkeit. Wie kann man sojemandem etwas abschlagen?

Zitat:

-„Ah geeh, nidda soane Hekdig, in meenem Haeuserle.“ (Laura Belladonna Querco, zu einem Gast, der sich ueber zu lange Wartezeiten beschwerte.)

-„Setzt Euch zuerst einmal gemuetlich ans Feuer, geniesst die Waerme und das Spiel der Flammen, trinkt einen heissen Kraeutertee und esst ein paar Waffeln mit Schlagobers und heissen Kirschen... dann werdet ihr die mollige Waerme und Geborgenheit der Goettin spueren.“ („Muetterchen“ Camellia Junipera Querco zu einem Priester des Kreuzglaubens, der die Verehrung der Terma als ketzerischen Aberglaube verfluchte)