5. De Raphiosi:

Volkes Stimme:

-„Wenn du den Raphiosis in die Quere kommst bis du schnell in Hortos Reich! Huete dich vor denen, aber das hast du nicht von mir.“ (gehoert in Portos)

-„La Famiglia sorgt fuer uns, Il Padrone sorgt fuer uns. Wir koennen froh sein hier zu leben und nicht in Portos oder Langstrand. Hier kann jeder Fischer mit seinen Sorgen zu den hohen Herrschaften kommen.“ (Fischer aus Sardellamo)

Wappen:

-Schwarzer, zustossender Geier auf Rot

Bedeutende Angehoerig

-Pepone Alfonso de Raphiosi, „Il Padrone“: Familienoberhaupt und Stadtmeister von Sardellamo

-Carlos Domingo de Raphiosi: Heptarch Armorum, Capo della Sicurezza di Phoenixthor (Sicherheitchef), Mitglied im Consiglio delle Famiglie nobili (Rat der hohen Familien) fuer die Familie de Raphiosi

-Manuel Antonio de Raphiosi: Stadtmeister von Piscatoria

-Filipe Manolo de Raphiosi: Hafenmeister von Barsellowna

-Mario Guiseppe de Raphiosi: Directore der Kutterwerft in Sardellamo

-Cesare Luca de Raphiosi: Capitano di „Il Avvoltoio nero“ (Kapitaen der Trireme „Schwarzer Geier“, des Flaggschiffes)

-Maria Magdalena de Raphiosi: Padrona del vino di Sardellamo (Chefin der Keltereien der Familie)

-Gianna Innozentia de Raphiosi, „La Signora di Ferro“: Commodora di avvoltoi neri (Kommandantin der Familiengarde „Schwarze Geier“)

-Giovani Salvatore II. de Raphiosi-de San Avero: Directore des Bankhauses Goldschild

Familiengeschichte:

-Die Familie Raphiosi ist eine sehr alte Familie. Aufzeichnungen der Familie Rabanus, welche die Einzige ist, die ueberhaupt Aufzeichnungen aus dieser Zeit besitzt, belegen eine Fischersiedlung namens Engraulis auf der Spitze einer Landzunge oestlich der grossen Klippe fuer das Jahr 375 vor Mithal, also 80 Jahre nach der Ersterwaehnung von Bar-Sell-Low-Nah und knapp 85 Jahre vor der Gruendung des Fuerstentums Sued-Dysterthor. Da Sardellamo nach familieninterner Zaehlung der De Raphiosis derzeit vom vierzehnten Stadtmeister aus der Familie regiert wird, kann angenommen werden, dass die Familie Raphiosi bereits seit ueber 450 Jahren auf der Halbinsel von Sardellamo siedelt.

-Bis 60 vor Mithal blieb die Familie aber wohl recht unbedeutend. Dann heiratete der frisch zum Familienoberhaupt ernannte Paolo Salvatore Raphiosi die Tochter des Barons von Cyana Leoni Santana del Piedro. Damit taucht der Name Raphiosi zum ersten Mal im Stammbaum einer adeligen Familie auf.

-30 vor Mithal heiratet die Schwester von Paolos Nachfolger als Stadtmeister Gina Maria Raphiosi den Stadtmeister von Urba Cyana und Grandsignore von Porta Nigra Tassilo Yantur del Piedro und wird mit diesem zum Begruender des Mittleren Hauses der Del Piedros.

-Sieben Jahre spaeter heiratet ihre Cousine Gina Lucia den aeltesten Sohn des Barons von Cyana und bekommt zur Hochzeit den Titel „De Raphios, Signore de Sardellamo“ fuer die Familie geschenkt. Damit ist die Familie De Raphiosi nach den De la Sillicias die zweitjuengste Familie im Adelsstand.

-Nach dem Tod des Barons, ihres Mannes, und der Nachfolge ihres Sohnes als Baron, wird Gina Lucia de Raphiosi 1 nach Mithal zur ersten De Raphiosi Stadtmeisterin des Fischerstadtteils Piscatoria in Barsellowna.

-In den Jahren 30 bis 50 nach Mithal erkunden Capitano Nirvano Tiziano de Raphiosi und seine Gemahlin Giana Allesia de San Avero ben Bakshish die Suedwestkueste des Mare mediterano und die Westkuesten der Mittellande. Sie und ihre Nachkommen begruenden den Ruf der De Raphiosi als brilliante und harte Seefahrer, und ihre Erkenntnisse helfen noch heute den phoenixthorer Handelsschiffen.

-78 nach Mithal stellt sich die Familie de Raphiosi auf die Seite der Phoenix-Company und Aturiens. Dafuer wird Giovani Salvatore de San Avero-de Raphiosi zum Directore des neuen Bankhauses Goldschild ernannt.

-Carlos Domingo de Raphiosi, langjaehriger Kommandeur der Familiengarde „Avvoltoi neri“, wurde sogar zu Lord Rafaels Sicherheitberater ernannt. Auch er konnte die Ermordung seiner Lordschaft nicht verhindern, aber dafuer ist er nun als Heptarch Armorum einer der maechtigsten Mitglieder des Heptagon und Chef des Da Ponte Grandadmiralissimo.  

Auftreten:

-Die De Raphiosi sind in fast allem das Gegenteil der Da Ponte. Sie sind meist sehr schlicht und volkstuemlich gekleidet, sprechen stark den regionalen Dialekt und legen wenig Wert auf  ihr Ansehen und ihren Adelstitel. Alle Familienmitglieder sind sehr Hortos-glaeubig. Die De Raphiosi sind meist viel weniger froehlich als die anderen Famiglie nobili und fast nie auf hoefischen Baellen anzutreffen. Sie bevorzugen Schwarz und andere dunkle Farben fuer ihre Kleidung. 

Beziehungen:

-ansehnlich

Domaenen:

-Signorie und Stadt Sardellamo, Hafenmeisterei und Zoll in Barsellowna, Hafenviertel Piscatoria, Kutterwerft, Sardellamowein, Fischerei (v.a. Sardellen und Thunfisch), Westhandel, Gebrauchtwarenhandel, Bankhaus Goldschild.

Flotte:

-13 Schiffe: Flaggschiff: Trireme „Il Avvoltoio nero“ (Der schwarze Geier), 10 Kutter, 2 Koggen.

Truppen:

-30 Stadtwachen in Sardellamo

-10 Leibgardisten des Padres

-20 Seegardisten auf den Koggen

-50 Gardisten des Hafenmeisters und des Zolls

Vermoegen:

-gross

Strategie:

-Wie die Da Ponte auf Eindruck setzen, so setzen die De Raphiosi auf Effizienz. Probleme werden nicht elegant ausgetricks sondern beseitigt. Durch ihren Pragmatismus stehen den De Raphiosi Strategien und Verbindungen zur Verfuegung, die die Da Ponte nie in Erwaehnung ziehen wuerden. Wenn auch das Ansehen im in- und auslaendischen Adel nicht besonders gross ist, so haben sie doch mit die besten Kontakte zum Volk.

Die Familien Da Ponte und De Raphiosi sind offen verfeindet. Allerdings heisst das nicht, dass man gegen gemeinsame Feinde durchaus zusammenarbeiten kann. Auch wuerde im Normalfall keine Familie einem Mitglied der anderen etwas zu Leide tun. Phoenixthorer schlagen ihre Schlachten immer erstens auf wirtschaftlichem Gebiet und zweitens im Ausland.  

Typische Intrige.

-Die De Raphiosi haben ihre Finger in vielen Dingen, die andere Famiglie nobili nicht einmal ansehen wuerden. Von vielen wollen sie noch nicht mal etwas wissen. Dies fuer dazu, dass die De Raphiosis betraechtliche Einnahmen haben, obwohl sie mit ihren Kuttern doch gar nicht soviel verdienen koennen. Fuer die anderen Familien hat dies den Vorteil, dass ein Uebel, welches man eh nicht ausrotten kann, wenigstens kontrolliert wird.

Zitat:

-„Lukas naeherte sich dem Stadtinneren, wo offensichtlich gerade Markttag war, und die Haendler lautstark ihre Waren feilboten....Kaum hatte er den Platz betreten, da hoerte er lautstarkes Geschrei. Offensichtlich fuehlte sich jemand, der aussah, als kaeme er nicht von hier, ueber's Ohr gehauen (Der hiesige Ausdruck für alles angefangen von Diebstahl über Betrug, Unterschlagung, taetlichem Überfall von hinten bis zum Meuchelmord).
Lukas bot sich eine eindrucksvolle Szenerie dar: Schimpfwoerter sowie Fische und Weintrauben flogen dem Gast um die Ohren; -eine wundervolle Darstellung eines temperamentvollen, stolzen Volkes, dachte sich Lukas Glebdamonini - bis plötzlich der Laerm ein Ende hatte.
Manuel de Raphiosi betrat den Marktplatz. Als Buergermeister des Stadtteils wurde er immer dann gerufen, wenn er gerade beschaeftigt war, doch aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung erfasste er die Situation sofort, sprach sein Urteil und bot dem Gast an, entweder fuenf Silberlinge zu zahlen oder zwei Wochen Dienst im Erdbeerfeld zu absolvieren....“ (...eines Nachmittags in Piscatoria)